26.07.2021, von A. Priebe

Hochwasser 2021: Zweiter Einsatz

Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) des OV Melsungen wurde am Dienstag, 20.07.2021, nach nur einem Ruhetag erneut alarmiert. Der Einsatzauftrag enthielt wie auch beim ersten Einsatz Unterstützung bei der Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz. Neun Personen machten sich mit erweiterter Pumpenausstattung auf den Weg zum Bereitstellungsraum an Nürburgring. Der Technische Zug wurde von der Bergungsgruppe des OV Homberg/Efze komplettiert, ingesamt umfasste die Gruppe 15 Einsatzkräfte.

Der Schwerpunkt der Einsatzaufträge lag diesmal im Landkreis Ahrweiler. Am Mittwoch wurden verschiedene Hilfeleistungen getätigt, unter anderem Garagenöffnungen, Ausleuchten von Kellerräumen und das Ausräumen einer Elektronikwerkstatt. Der Donnerstag bestand aus Sicherungsaufgaben an Gebäuden: An einer Turnhalle in Bad Neuenahr-Ahrweiler, die direkt an der historischen Stadtmauer steht, wurde durch die Wassermassen eine Wand vollständig eingedrückt. Nach Begutachtung durch Baufachberater des THW wurde die Stadtmauer abgestützt und der bereits lose Ringanker kontrolliert niedergelegt.

Im weiteren Verlauf des Tages wurde eine Schlauchbrücke am Krankenhaus Bad Neuenahr instandgesetzt. Diese wurde von einem durchfahrenden Fahrzeug beschädigt. Die defekten Teile wurden ausgetauscht, die Brücke um 1,5 Meter verbreitet und rund einen Meter erhöht. Die Schläuche und Elektroleitungen mussten neu verlegt und entsprechend angepasst werden.

In der Nacht zu Freitag wurde der OV gegen 02:30 Uhr alarmiert, um den Parkplatz der Sanitätsdienste für ankommende Einheiten mittels des 40KVA-Aggregats auszuleuchten. Die drei ausrückenden Einsatzkräfte brachten den Stromerzeuger in Position, setzten die Lichtmasten in Betrieb und wiesen die anwesenden Kräfte in die Handhabung ein. Nach etwa einer Stunde war der Auftrag abgeschlossen, das Aggregat wurde am Freitag morgen wieder abgeholt.

Im Laufe des Freitages kümmerte sich der OV Melsungen um die Stromversorgung zweier Duschcontainer in Aremberg und die Ausleuchtung des dortigen Hochbehälters, der zu dem Zeitpunkt von LKW befüllt wurde.

Am Samstag, 24.07.2021, lag der Einsatzschwerpunkt in der Gemeinde Schuld, die besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der erste Auftrag bestand aus dem Bau einer Behelfsstraße, die eine Zufahrt zu einer Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) des THW aus einer zweiten Richtung ermöglichte. Das Material dazu wurde vom Panzerpionierbattalion 1 der Bundeswehr gestellt, die die THW-Kräfte in die Handhabung einwies. Im Laufe des Tages sicherte das THW ein beschädigtes Dach, zerlegte einige Baumstämme für den Abtransport und leistete Hilfestellung bei Pumpendefekten und Logistikaufgaben.

Der Einsatz endete vorerst am Sonntag, 25.07.2021. Auf der Rückfahrt trat am Mehrzweckkraftwagen ein Defekt an einem Reifen auf. Das Fahrzeug wurde in Gießen bei einem Abschleppunternehmen zurückgelassen und nach Instandsetzung abgeholt. Die Bergungsgruppe des OV Homberg/Efze wird mit einem Personalwechsel weiter im Einsatzgebiet bleiben, die Kräfte des OV Melsungen waren gegen 18 Uhr zurück an der Dienststelle. Weitere Einsätze im Zuge des Hochwassers 2021 sind abzusehen.

 

 


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